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Bild PM Vogelperspektive

Reihe um Reihe dezimiert der Häcksler das Maisfeld – hier aus der Vogelperspektive gesehen. (Foto: Oetker)

 

Eine ungewohnte Perspektive: Eine Drohne begleitet die Maisernte der heimischen Landwirte wie hier bei Wietinghausen, Samtgemeinde Schwaförden. Die Bauern fanden dank des spätsommerlichen Wetters meist sehr gute Erntebedingungen für den Mais vor. Die Nutzpflanze wird nach dem Häckseln siliert und dient als Futter für Rinder oder als Rohstoff für Ökostrom aus der Biogasanlage. Nach dem Mais kommen meist Getreide wie Roggen und Triticale oder blühende Zwischenfrüchte auf das Feld.

 

Bild PM Landvolk Afrikanische Schweinepest im Fokus der Politik

Die ASP ist für Politik und Landwirtschaft zugleich eine Herausforderung: v.l.: Kreislandwirt Wilken Hartje, Leiter der Außenstelle Sulingen der Landwirtschaftskammer Sebastian Bönsch, Vorsitzender Landvolk Diepholz Theo Runge, Vorsitzender Landvolk Mittelweser Christoph Klomburg, Geschäftsführer Landvolk Diepholz Dr. Jochen Thierung, Axel Knoerig MdB und Volker Meyer MdL tauschten sich darüber aus.

 

„Die Krise trifft die Schweinehalter in eh schon sehr schwierigen Zeiten“, Wilken Hartje, seines Zeichens Kreislandwirt des Landkreises Diepholz, brachte die momentane Situation der gut 465 schweinehaltenden Betreibe im Kreis auf den Punkt. Genau solche klaren Worte hatten sich die CDU-Politiker Axel Knoerig MdB und Volker Meyer MdL erhofft, als sie im Grünen Zentrum mit Vertretern der heimischen Landwirtschaft zusammentragen. Im Fokus des Gesprächs mit Abgeordneten aus Bund und Land stand die Afrikanische Schweinepest (ASP), die für den Menschen völlig ungefährlich ist, aber den Betrieben der Region große Sorgen bereitet. Theo Runge, Vorsitzender des Landvolkes Diepholz und Christoph Klomburg, Vorsitzender des Landvolkes Mittelweser, brachten gemeinsam mit Kreislandwirt Hartje, dem Leiter der Sulinger Außenstelle der Landwirtschaftskammer, Sebastian Bönsch, und dem Landvolk-Geschäftsführer Dr. Jochen Thiering die Politiker auf den neuesten Stand. Kritik übten die landwirtschaftlichen Vertreter an der Bundesregierung, die es nicht geschafft habe, rechtzeitig ein sog. Regionalisierungsabkommen mit wichtigen Handelspartnern wie China oder auch Japan und Südkorea zu schließen. Dieses würde den Export von Schweineteilen, für die es in Deutschland keinen Markt gibt, wie Pfoten und Ohren, auch bei einem regionalen ASP-Ausbruch wie nun in Brandenburg ermöglichen. Die aktuelle Folge ist ein Preisverfall bei Schweinen. In Richtung Landespolitik gaben die Bauernvertreter Volker Meyer mit auf den Weg, dass das Land die Entschädigungszahlungen für Einschränkungen wie Ernteverbote in den Kernzonen regeln müsse. „Bei so einem Eingriff, der für die Seuchenbekämpfung durchaus sinnvoll ist, reden wir von Eingriffen in die Ernteerträge von zwei Jahren“, unterstrichen die landwirtschaftlichen Experten. Axel Knoerig konnte berichten, dass die ASP bereits Gegenstand einer aktuellen Stunde im Bundestag war und die Politik an Lösungen im Sinne der heimischen Landwirte arbeite. Die Vertreter von Landvolk und Kammer betonten, dass eine Eindämmung der ASP durch effektive Bejagung und durch wildschweinsichere Einzäunung der betroffenen Zonen unabdingbar sei. Dabei baten sie den Politikern und Behörden jedwede Unterstützung an. Axel Knoerig und Volker Meyer betonten abschließend den Wert der heimischen Lebensmittelerzeugung und die Verantwortung für die Politik, diese zu erhalten.

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