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Bild1 PM Landvolk Landwirtschaft und Artenschutz im Fokus

 

MdB Knoerig und MdL Scharrelmann informieren sich über Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ / Betrieb Brümmer mit 60.000 qm Blühflächen mit dabei

 Was kann ein Landwirt neben den geförderten Umweltmaßnahmen noch tun, um die Artenvielfalt in unserer Region zu unterstützen? Dieser Frage gingen der Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig und sein Kollege aus dem niedersächsischen Landtag, Marcel Scharrelmann, in Affinghausen auf dem Hof Brümmer auf Einladung des Landvolkes Diepholz nach. Henning und Silja Brümmer gehören mit ihrem Milchviehbetrieb zu den über 400 landwirtschaftlichen Höfen, die landesweit 2020 an der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“ der Initiative „Echt grün – Eure Landwirte“ teilnehmen. Dabei verpflichten sie sich, unterschiedliche Maßnahmen für die Artenvielfalt auf dem Hof und ihren Feldern umzusetzen. „Wir haben über 60.000 qm Blühflächen angepflanzt und dabei darauf geachtet, dass diese eine sinnvolle Lage haben, zum Beispiel an ein Waldstück grenzen, um so eine Vernetzung der Naturflächen zu erreichen“, erzählt Landwirt Brümmer. Der 44jährige pflegt zudem eine Imkerkooperation, unterhält extensives Grünland und hat auf seinem Hof mehrjährige Sand- und Feldsteinhaufen angelegt sowie einen Staudengarten. Ziel sei es, Bienen, Hummeln und Co Nahrung und Lebensraum zu bieten. „Das sind alles Maßnahmen, die in Abstimmung mit dem Bieneninstitut Celle empfohlen werden, so dass wir sicher gehen können, dass sie den Insekten optimalen Nutzen bringen“, berichtet Landvolk-Vorsitzender Theo Runge, der den CDU-Politikern Knoerig und Scharrelmann am Beispiel des Hofes von Henning Brümmer die Aktion erläuterte. Die beiden Abgeordneten wurden beim Austausch mit Familie Brümmer und dem Landvolk von der Vorsitzenden der CDU Schwaförden, Dörte Meyer, begleitet. Gemeinsam diskutierten sie über vielfältige Themen von Auflagen bei Umweltschutzmaßnahmen, Düngeverordnung, regionale Direktvermarktung und Wolfsmanagement. Im Fokus blieben aber die Maßnahmen innerhalb der Landwirtschaft zum Schutz und zur Steigerung der Artenvielfalt. Für Politiker und Landwirte ein brandaktuelles Thema, das jüngst in der Rahmenvereinbarung „Niedersächsischer Weg“ neue Impulse bekomme hat. „Ich unterstütze den Niedersächsischen Weg, den Landespolitik, Umweltverbände und Bauernvertreter gemeinsam entwickelt haben, weil er ein guter Kompromiss ist. Er will die Leistung unsere Landwirte, unsere heimische Landwirtschaft stärken und gleichzeitig sie für Arten- und Gewässerschutz entlohnen“, unterstrich Marcel Scharrelmann. „Erstmals haben sich damit Naturschutzverbände, Landwirtschaft und Politik auf konkrete gemeinsame Ziele für einen besseren Arten-, Gewässer- und Naturschutz geeinigt.“ Die Betriebe, die beim „Bienenfreundlichen Landwirt“ zeigen, was sie bereits jetzt freiwillig für den Umweltschutz leisten, ermutigten, diesen Weg weiter zu beschreiten. „Wir Landwirte müssen auch nach außen hin zeigen, dass wir uns für die Natur einsetzen. Bei den Leuten gibt es da manches Unverständnis. Daher ist diese Aktion genau das Richtige für uns“, betont Henning Brümmer, der zusammen mit seiner Frau auch auf Instagram unter #der_bruemmerhof Einblicke in seinen Affinghausener Familienbetrieb Betrieb und die tägliche Arbeit mit Tieren und Natur zeigt. Ein zusätzlich bestelltes Hofschild und Feldrandschilder direkt an den Blühstreifen weisen nun auch in der analogen Welt auf ihren Einsatz für Artenvielfalt hin. „Familie Brümmer ist damit nicht alleine“, hebt Theo Runge hervor. „Die Aktion ‚Bienenfreundlicher Landwirt‘ läuft jetzt im zweiten Jahr und trotz Corona-Pandemie konnten wir stetig mehr Landwirte aus unserem Verbandsgebiet für eine Teilnahme begeistern.“ Axel Knoerig und Marcel Scharrelmann zeigten sich von dem Engagement beeindruckt und betonten, sich für praktikablere Regelungen einzusetzen, damit Landwirte leichter Umweltmaßnahmen im Rahmen der Förderkulisse umsetzen können. Die Landwirte Henning Brümmer und Theo Runge nahmen diese Zusage gerne mit.

Bild1 PM LV DH Landwirte bitten um Rcksicht in der Ertne

Erntemaschinen im Einsatz / Landvolk bittet um Rücksicht und Verständnis

 Die Temperaturen steigen so langsam und die schönen Tage  leuten die Erntezeit ein. Für die Landwirte und Lohnunternehmer bricht damit die arbeitsintensivste Zeit des Jahres an. Die ersten Gerstenfelder wurden bereits abgemäht und es folgen noch Raps, Weizen und Roggen sowie Triticale- eine Kreuzung aus Roggen und Weizen, die als Futtergetreide dient. Dadurch sind wieder viele Mähdrescher und Treckergespanne auf den Straßen Niedersachsen unterwegs. Auch wenn die modernen Zugmaschinen oftmals bis 50 km/h schnell sind, bittet der Landvolk-Vorsitzender Theo Runge: „Gegenseitige Rücksicht ist das A und O. Viele Autofahrer unterschätzen die Breite und können die Geschwindigkeit der Maschine nicht richtig einordnen.“ Von unüberlegten Überholmanövern rät er daher ab. „Lieber langsamer, aber dafür sicher ankommen“. Auf das Verständnis der Anwohner während der Erntezeit hoffen die Landwirte aus Diepholz, da nur bei trockenem Wetter geerntet werden kann. Besonders wenn Regen angesagt ist, nutzen die Landwirte jede Minute, um ihre Ernte einzufahren auch an Sonn- und Feiertagen und bis in die Abendstunden. Dieses ist Notwendig um hochwertige und heimische Lebensmittel herzustellen.

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